Legionellen in Wasserleitung oder wie sinnvoll ist Wassersparen?

Legionellen in der Wasserleitung

Feine Gesellschaft beim Duschen: Die 500 Bewohner eines Hochhauses in Neu-Ulm erhielten erneut Duschverbot. Bis zum Januar hatten die Betroffenen wegen Legionellen in der Wasserleitung schon länger als ein Jahr nicht duschen dürfen.“Bereits die erste Untersuchung nach Aufhebung des Verbots hat überhöhte Werte ergeben“, sagte der Leiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Neu-Ulm, Martin Küfer. Die Werte seien so hoch, dass eine Gefährdung für die Gesundheit bestehe. Wie lange das Duschverbot bestehen bleibt, war unklar. „Es ist zunächst unbefristet“, sagte Küfer. Die „Südwest Presse“ hatte am Montag, den 5.05.2013 zuerst darüber berichtet.

Quelle: dpa

Es gibt Stimmen, die behaupten, dass unsere Sparsamkeit mit Wasser aus ökologischer und ökonomischer Sicht eher kontraproduktiv ist, so Alexander Neubacher, Volkswirt, Journalist und Buchautor. Weil wir weniger Wasser verbrauchen, fließt es nicht mehr richtig ab. Da liegt die Pampe träge in der Kanalisation, stinkt und zersetzt die Leitungen. In vielen Städten müssen die Wasserbetriebe mit bestem Trinkwasser nachspülen, um die „Fließgeschwindigkeit“ zu erhöhen. Natürlich, soll man dabei die demografische Entwicklung nicht vergessen, was automatisch dazu führt, dass weniger Wasser verbraucht wird. Die Wasserleitungen sind dagegen üppig ausgelegt. Das hat einige Gründe, wie z.B. die Industrie, die nicht mehr so stark in einigen Regionen vertreten ist oder die frühere Prognose der Bevölkerungsentwicklung.  Die Verkleinerung der Wasserleitungen ist sehr kostspielige Angelegenheit für die kommunale Verwaltung und eher keine Lösung. Die Kanäle müssen natürlich in der Zukunft große Wassermenge aufnehmen können. Die großen Kanalrohren werden also noch gebraucht.

Aber zurück zu Ulm. Was bleibt uns übrig? Das, was jeder Arzt sagt: Vorbeugen ist die beste Medizin. Also, Rohre reinigen, schützen und prophylaktische Desinfektionsmaßnahmen durchführen.